Presseschau

19. Januar 2011

Vernissage Gabor Benedek

Süddeutsche Zeitung
21. Januar 2011 – Seit mehr als 40 Jahren ist Gabor Benedek, 1938 in Budapest geboren, politischer Karikaturist de Süddeutschen Zeitung, und das lässt sogar Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion und politischer Kommentator, neidisch werden. Die Karikatur sei, wenn sie sitzt, auch ohne Sprache der beste Kommentar, den man sich vorstellen könne, so Prantl, „der kürzeste Weg zwischen der Zeitung und dem Hirn des Zeitungslesers.“
Wie unterhaltsam und klug dieser Weg ins Hirn sein kann, zeigt nun eine Ausstellung mit politischen Karikaturen von Benedek aus vier Jahrzehnten in der Katholischen Akademie in Schwabing. „Schwarz auf Weiß“ lautet der schlichte Titel der Schau, reduziert auf das Wesentliche, wie die Zeichnungen Benedeks. Farbige Werke kämen dem Karikaturisten nie in den Sinn, weil er in einer Zeit angefangen hat zu arbeiten, in der die Zeitungen sowieso ganz in Schwarz-Weiß gehalten waren; und zweitens, weil „schwarzer Humor nicht bunt gemacht werden sollte“, findet Benedek. Judith Liere.

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