Presseschau

04. Oktober 2011

Venedig – Biennale 2011

Nürnberger Zeitung

22. Oktober 2011 – Schon zum zweiten Mal hat die Katholische Akademie in Bayern zu einem Besuch der Biennale in Venedig eingeladen. Unter der Leitung des Kunsthistorikers Thomas Raff, des BR-Kulturredakteurs Wilhelm Warning sowie des Theologen und Architekturwissenschaftlers Walter Zahner wurde eine Brücke zwischen moderner Kunst und dem einmaligen kulturellen Erbe der Lagunenstadt geschlagen. Besonders eindrucksvoll war der Besuch im deutschen Pavillon, wo es eine Begegnung mit dem Werk des im August 2010 verstorbenen Künstlers Christoph Schlingensief gab. […]

Anfang 2010 war der Künstler eingeladen worden, den Pavillon zu gestalten – wenige Monate später ist er am 21. August dem Lungenkrebs erlegen. […]

Die Vorstellung, dass der Geist des Verstorbenen, der zu Lebzeiten mit seinen Kunstaktionen provoziert hat und damit auch angeeckt ist, diesen Raum erfüllt, macht das Verweilen zu einem Eindrucksvollen Erlebnis. Zumal der Ort, wie für ihn geschaffen ist. Schon deshalb, weil sich zeitgenössische Kunst alle zwei Jahre mit dem Ausstellungsgebäude, das von den Nazis im Jahr 1938 gestaltet und so belassen wurde, auseinandersetzen muss. Schlingensief hat verfügt, dass das Wort Germania teilweise übersprüt wurde. Jetzt prangt der Begriff „Egomania“ über dem Eingang. Raimund Kirch

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

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