Presseschau

10. Mai 2012

Romano Guardini Preis 2012

Kathpress

26. Januar 2012 – Nikolaus Harnoncourt erhält den Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird Mitte Mai in München verliehen. (…)

Unter Musik verstehe Harnoncourt eine „Klangrede“, die sich dem Unaussprechlichen zuwende. Diese Auffassung mache den Künstler und sein Werk einzigartig.

 

Katholische Nachrichtenagentur

27. Januar 2012 – Nikolaus Harnoncourt (82), österreichischer Dirigent von Weltrang, erhält den Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern. (…)

Harnoncourt wurde in Berlin geboren und wuchs in Graz auf. Der Spross eines luxemburgisch-lothringischen Adelsgeschlechts studierte Cello in Wien und wurde als Instrumentalist 1952 bei den dortigen Symphonikern aufgenommen. Kurz darauf gründete er mit seiner Frau und Orchesterkollegen den Concentus Musicus Wien. Das Ensemble verschrieb sich einer Aufführungspraxis, die auf Originalinstrumenten dem ursprünglichen Klang von Renaissance- und Barockmusik so nahe wie möglich kommen wollte.

 

Münchner Merkur

8. Mai 2012 – Ein Brückenbauer war der Theologe Romano Guardini (1885-1968), ein Sucher nach unverschleierter Wahrheit, ein Erneuerer des Katholizismus auf dem Boden der Tradition. Kaum einem steht also der Guardini-Preis besser als dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt. Der 82-Jährige Österreicher, eine Vaterfigur der Musikszene, wird am Donnerstag in der Katholischen Akademie in München geehrt. Ein Besuch bei ihm im Österreichischen Attergau. (…)

Münchner Merkur: „Wenn auch alle – ich nicht“: Da hätten Sie ja auch als einziger Atheist der Familie auftreten können…
Harnoncourt: Nein, so weit ging das nicht. In religiösen Dingen habe ich eher gegen gewisse Formen opponiert. Alles was süßlich war, hat mir überhaupt nicht gefallen. Es gab da ein Buch meiner Großmutter mit Sinnsprüchen. Meine Großmutter habe ich geliebt, die Sprüche fand ich kitschig. Und vieles in der katholischen Kirche habe ich wie Guardini als erstarrt erlebt.

 

Katholische Nachrichtenagentur

8. Mai 2012 – Nikolaus Harnoncourt (82), Dirigent von Weltrang, zieht keine Trennlinie zwischen geistlicher und weltlicher Kunst. „Eine vom Transzendentalen losgelöste Kunst kenne ich nicht“, sagte der Musiker dem „Münchner Merkur“ (…). Harnoncourt erhält am Donnerstag in München den Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern.

 

Kathpress

8. Mai 2012 – Mit dem Preis ehrt die Katholische Akademie Harnoncourt nicht nur als Dirigent, sondern auch als „Denker und Deuter von Welt“, heißt es in der Begründung. Weltberühmt wurde der Spross eines lothringischen Adelsgeschlechts mit dem von ihm gegründeten Concentus Musicus.

 

Deutsche Presse-Agentur

10. Mai 2012 – Der österreichische Dirigent Nikolaus Harnoncourt (82) ist am Donnerstag in München mit dem Romano Guardini Preis 2012 ausgezeichnet worden. „Nikolaus Harnoncourt ist nicht nur ein Dirigent von Weltrang, er ist auch Musikphilosoph, Denker und Deuter von Welt“, begründete der Direktor der Katholischen Akademie Bayern, Florian Schuller, die Auszeichnung. Unter Musik verstehe Harnoncourt eine „Klangrede“, die sich dem Unaussprechlichen zuwende. Dieser enge Zusammenhang von Sprache und Musik gebe ihm als Künstler seinen einzigartigen Rang.

 

Katholische Nachrichtenagentur

11. Mai 2012 – Nikolaus Harnoncourt (…) hat am 10. Mai in München den Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern entgegengenommen. (…)

In einer bewegenden Preisrede bezeichnete der Grazer Theologe Philipp Harnoncourt (80) seinen älteren Bruder als „wahrhaft Berufenen“, der „unbedingt und unbeirrt das habe tun und sagen Müssen, was er getan und gesagt habe. Er habe um seine Gaben gewusst und stets darin auch die ihm gestellten Aufgaben erkannt.

 

Kathpress

11. Mai 2012 – Der Münchner Kardinal Reinhard Marx würdigte Harnoncourt als „Jahrhundertkünstler“. Dessen „Klangrede hat zu meiner Herzensbildung beigetragen, obwohl ich aus keiner besonders musikalischen Familie komme“, bekannte Marx.

Harnoncourt sagte in seinen Dankesworten unter Hinweis auf ein wenig bekanntes Beethoven-Zitat, Aufgabe des Musikers sei es, religiöse Erlebnisse bei seinen Hörern hervorzurufen „und dauerhaft zu machen“.

 

vaticanista.info

11. Mai 2012 – Die Romano-Guardini-Preisverleihung hätte eine weitere von zahlreichen Ehrungen werden können, die dem Dirigent Nikolaus Harnoncourt bereits verliehen wurden: Die Festgäste in der Katholischen Akademie am Donnerstag in München erlebten jedoch laut Kardinal Reinhard Marx „eine bewegende Stunde“. Es war zudem ein Abend der Bekenntnisse. „Mich hat immer fasziniert, wie eng Nikolaus Harnoncourt Glaube, Religion und Kunst zusammen sieht“, begründete Akademiedirektor Florian Schuller die Auszeichnung und zitierte dessen Botschaft „Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage, sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein.“ Michaela Koller

 

Münchner Kirchenzeitung

20. Mai 2012 – Wie mag es den Profis aus dem Rundfunkorchester ergangen sein, zu Ehren eines der größten Musiker unserer Zeit zu singen? Drei Schubert-Stücke hatte sich Nikolaus Harnoncourt zur Verleihung des Romano-Guardini-Preises der Katholischen Akademie gewünscht. (…)

Bereits zum vierten Mal gab die Akademie einem Musiker ihren nach dem großen Münchner Religionsphilosophen Romano Guardini (1885-1968) benannten Preis: 1974 war es Carl Orff, 1985 der Dirigent Eugen Jochum und 2002 der polnische Komponist Krzysztof Penderecki. Johannes Schießl

 

Herder Korrespondenz

6/2012 – Die Konstellation dürfte einmalig gewesen sein: Den Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern erhielt am 10. Mai 2012 der 1929 geborene österreichische Dirigent Nikolaus Harnoncourt; die Laudatio auf den Preisträger steuerte sein 14 Monate jüngerer Bruder bei, der emeritierte Grazer Liturgiewissenschaftler Philipp Harnoncourt. (…)

Die Akademie formulierte jetzt in ihrer Preisbegründung: „Wie Guardini neue denkerische Welten erschloss, so bringt auch Nikolaus Harnoncourt Musik völlig neu zu Gehör und führt sie in Tiefen, die Bislang nicht für möglich gehalten wurden.“

Die Laudatio von Philipp Harnoncourt finden Sie hier.

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