Presseschau

29. Oktober 2014

Romano Guardini Preis 2014

Katholische Nachrichten-Agentur

28. Oktober 2014 – Kardinal Karl Lehmann (78), Bischof von Mainz, ist am Dienstagabend mit dem Romano Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern ausgezeichnet worden. (…)

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) würdigte Lehmann als "prägende Gestalt des deutschen Katholizismus". Er habe sich als Bischofskonferenz-Vorsitzender auf vielfältige Weise in den innerkirchlichen Dialog, in die Ökumene und gegenüber Staat und Gesellschaft eingebracht, "und zwar als nachdenklicher Christ, als dem Menschen zugewandter Seelsorger und als fundiert argumentierender Theologe", betonte Spaenle.

 

Münchner Merkur

30. Oktober 2014 – Es ist weit mehr als eine höfliche Geste, als sich die Festgäste in der Katholischen Akademie in Bayern von ihren Sitzen erheben und lange Beifall spenden. Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, hat gerade von Akademiedirektor Florian Schuller die Urkunde zum Romano-Guardini-Preis entgegengenommen. Doch der Applaus zeigt viel mehr: Hier wird das gesamte Wirken eines deutschen Bischofs beklatscht, seine Klugheit, sein Witz und sein aufopferungsvoller Einsatz für eine menschenfreundliche Kirche, für den er auch einige (römische) Nackenschläge ertragen musste. Der 78-jährige Kardinal – als langjähriger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (von 1987 bis 2008) auch das „katholische Gesicht Deutschlands“ genannt – freut sich aufrichtig über Preis und Sympathiebekundung. Claudia Möllers

 

Süddeutsche Zeitung

30. Oktober 2014 – Seit 1970 vergibt die Akademie die mit 10 000 Euro dotierte Ehre an Menschen, die „hervorragende Verdienste um die Interpretation von Zeit und Welt“ geleistet haben. Lehmann hat die Ehrung zweifellos verdient, und nicht nur, weil der Kardinal bekennt, als Jugendlicher sein Taschengeld fast ausschließlich für Guardinis Bücher ausgegeben zu haben. Nein, auch der 78-Jahrige überrascht an diesem Abend: Er referiert, wie schwer sich Guardini mit seinem erzkonservativen Heimatbistum Mainz getan hat, das den Theologen in jungen Jahren schwer traktiert hatte. Heute steht Lehmann diesem Bistum vor, und gibt für dieses ein Schuldbekenntnis ab: „Ich fühle mich zutiefst verpflichtet, angesichts der Verletzungen von damals um Entschuldigung, Nachsicht und Vergebung zu bitten." Wirklich ein bemerkenswerter Abend. Christian Krügel

 

tz

3. November 2014 – Feiern, das können sie in der Katholischen Akademie in Bayern! Die Verleihung des Romano Guardini Preises 2014 an den Mainzer Kardinal Lehmann wurde bei voll besetztem Haus in der geglückten Mischung von hohem geistigen Anspruch, Heiterkeit im menschlichen Umgang und einem ausgesuchten Musikprogramm zu einem Muster katholisch-barocker Festkultur. (…) Akademiedirektor Florian Schuller und sein Team können auf diesen Abend stolz sein.

Den hat sich, was Rang und Namen hat, nicht entgehen lassen: von den Kardinalen – neben dem Preisträger unter vielen anderen auch Reinhard Marx und sein Vorgänger Friedrich Wetter – bis zu Herzog Franz von Bayern in der ersten Reihe. Beate Kayer

 

Münchner Kirchenzeitung

9. November 2014 – Kardinal Karl Lehmann (78), Bischof von Mainz, ist mit dem mit 10.000 Euro dotierten Romano-Guardini-Preis der Katholischen Akademie in Bayern ausgezeichnet worden. Der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz habe das „Lebensabenteuer" praktiziert, sich unermüdlich den geistigen Erfahrungen der Menschen auszusetzen, sagte der französische Philosoph Jean Greisch in seiner Laudatio. Seine lange Amtszeit von 1987 bis 2008 habe ihm den Ruf eingebracht, das „katholische Gesicht Deutschlands“ zu sein.

 

Christ in der Gegenwart

Ausgabe 45/2014 – Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann, diesjähriger Romano-Guardini-Preisträger der Katholischen Akademie m Bayern, hat seine Dankesrede dazu genutzt, an die schwierige Zeit Guardinis im Mainzer Priesterseminar zu erinnern. Die leitenden Verantwortlichen hatten seinen theologischen Ideen, seinem Engagement für die Jugendlichen zutiefst misstraut und seiner akademischen Karriere Steine in den Weg gelegt. Guardini selbst sprach sehr hart von einem im Priesterseminar herrschenden „System des Misstrauens und der Beaufsichtigung, das bis ins Einzelne ging“.

zurück