Presseschau

25. September 2010

Religiosität in Deutschland

Münchner Kirchenzeitung
26. September 2010 – An Umfragen muss man nicht glauben, aber man muss sie zur Kenntnis nehmen und wenn möglich Konsequenzen aus ihnen ziehen. Diesem Anliegen widmete sich eine Fachtagung in der Katholischen Akademie Bayern, die den „Religionsmonitor“ der Bertelsmann-Stiftung beleuchtete und nach Folgen für die pastorale Praxis fragte. 21 000 Menschen aus 21 Ländern gaben in dieser Studie Auskunft über ihre Religiosität. Das Ergebnis hat viele überrascht: Bezüge zur Transzendenz sind nämlich nach wie vor von hoher Bedeutung, auch in Deutschland. Andreas Schaller

Katholische Nachrichtenagentur
25. September 2010 – Der Münchner Domdekan Lorenz Wolf bedauerte, dass Glaube und Kirche nicht mehr automatisch als eine Einheit gesehen würden. Während Religiosität nach wie vor eine wichtige Rolle spiele, gebe es aber eine aggressive antikirchliche Stimmung. Die Kirche sei gefordert, dass sie wieder als positiv von den Menschen erlebt werde und präsent bleibe, so der Leiter des Katholischen Büros Bayern.

Die Tagespost
28. September 2010 – Durchaus überraschend für Martin Rieger von der Bertelsmann-Stiftung sei auch der hohe Anteil an Migranten unter den rund 25 Millionen Katholiken in Deutschland gewesen: Etwa 4,5 Millionen Katholiken  mit Migrationshintergrund oder fremdländischen Wurzeln gebe es allein in Deutschland, so Rieger. Für den Theologen ist dies ein Zeichen dafür, dass die katholische Kirche ein „global player“ sei, dem es gelinge, über den Glauben Menschen miteinander zu verbinden. Clemens Mann

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