Presseschau

11. Oktober 2010

Philosophische Woche Leben und Überleben

Katholische Nachrichtenagentur
12. Oktober 2010 – Alois Serwaty ist ein nüchterner Mensch, ein studierter Ingenieur. Sehr kopfgesteuert, wie er selbst sagt. Doch vor 20 Jahren machte der damalige Berufsoffizier eine seltsame Erfahrung: Bei einer Herzuntersuchung hatte er plötzlich den Eindruck, seinen Körper abzustreifen, „wie einen lästigen Mantel“. Unvermittelt fand er sich halbhoch schwebend über dem OP-Tisch wieder, wo noch sein „alter Körper“ lag. Das Erlebnis bescherte Serwaty „die felsenfeste Überzeugung, dass ich weiterlebe“, und nahm ihm jegliche Angst vor dem Tod. (…) Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens vier Prozent aller Deutschen schon eine solche Erfahrung gemacht haben, sei es bei einem Unfall oder einer Operation. Das wären immerhin mehr als drei Millionen Menschen. Christoph Renzikowski

Salzburger Nachrichten
11. Oktober 2010 – Und dann? Was wird aus dem Menschen nach dem Tod? Christen sagen in ihrem Glaubensbekenntnis, sie glaubten an die „Auferstehung des Fleisches“. Im Zeitalter der stark frequentierten Krematorien eine fragwürdige Formulierung? Was geschieht also mit dem Menschen nach dem Tod? Die Frage ist so alt, wie es schriftliche Aufzeichnungen gibt. In den alten indischen Upanischaden mit der Lehre von der Seelenwanderung und Wiedergeburt heißt es: „Wie ein Goldschmied von einem Bildwerk den Stoff nimmt und daraus eine neue, andere, schönere Gestalt hämmert, so auch diese Seele, nachdem die den Leib abgeschüttelt und das Nichtwissen losgelassen hat, so schafft sie sich eine andere, neue, schönere Gestalt, sei es der Väter … oder der Götter … oder anderer Wesen.“ Franz Mayrhofer

 

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