Presseschau

09. Oktober 2014

Philosophische Tage 2014: Armut

Christ in der Gegenwart

Ausgabe 42/2014 – Anstoß an „Armut" nehmen und Anstöße für die Debatte geben wollten auch die diesjährigen Philosophischen Tage der Katholischen Akademie in Bayern. Für den Innsbrucker Philosophen und Leiter der Veranstaltung, Winfried Löffler, handelt es sich bei „Armut“ um einen philosophisch vernachlässigten und zugleich höchst zwiespältigen Begriff. So gilt Armut als zu bekämpfendes Problem. Gleichzeitig wurde sie als einer der von Ordensleuten und Priestern gelobten evangelischen Rate neben Gehorsam und Keuschheit idealisiert. Selbst vor Romantisierungen ist Armut nicht gefeit, wie an nicht wenigen weihnachtlichen Krippen oder beispielsweise dem berühmten Bild „Der arme Poet" von Carl Spitzweg (1808-1885) zu beobachten sei.

Wie über Armut gedacht wird, ist keineswegs ein rein akademisches Problem. Denn für den Umgang mit armen Menschen ist die Bewertung der Armut und ihrer Ursachen entscheidend, betonte der theologische Direktor und Sprecher des Vorstands des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche im Rheinland, Uwe Becker. Stephan U. Neumann

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