Presseschau

11. Juli 2016

Ökumenischer Preis an Frank-Walter Steinmeier

Katholische Nachrichtenagentur

11. Juli 2016 – Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (60) hat die Kirchen als „Vorreiter der Idee“ gewürdigt, Verschiedenheit zu versöhnen. „Die friedliche Vielfalt der Kirchen kann ein Beispiel sein für die Gesellschaft Europas insgesamt“, sagte Steinmeier. Gerade jetzt, wo der Ton rauer werde, das „Haus Europa“ Risse zeige und Populisten der Abschottung das Wort redeten, müssten Christen „noch viel deutlicher werden“ und „neue Wege des Dialogs“ beschreiten. Christoph Renzikowski

KathPress
11. Juli 2016 – Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, rief die Christen auf, sich politisch zu engagieren. Dafür sei es „höchste Zeit“. Der christliche Glaube sei „absolut unvereinbar mit Rassismus und Nationalismus“, betonte der Münchner Erzbischof. Die biblische Botschaft von der die Grenzen von Rassen, Religionen und Geschlechtern überschreitenden gleichen Würde aller Menschen sei „die größte Revolution“, die Europa je erlebt habe.

Evangelischer Pressedienst
12. Juli 2016 – Islam und Demokratie sind nach Überzeugung von Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) kein Widerspruch. „Demokratie gibt dem Islam Raum, und der Islam gibt der Demokratie Raum“, sagte Steinmeier in München, wo er den mit 10.000 dotierten Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie Bayern entgegennahm. Es sei eine der entscheidenden Aufgaben für die Gesellschaft in den kommenden Jahren, für Muslime und Nicht-Muslime, den Beweis dafür anzutreten.

Münchner Merkur
12. Juli 2016 – Laudator Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und CDU-Abgeordneter im nordrhein-westfälischen Landtag, macht deutlich, warum Steinmeier und Ökumene zusammenpassen. Steinmeier ist ein reformierter Christ, studierter Jurist, der auch als Außenminister aus seiner Religiosität kein Geheimnis mache. Claudia Möllers

Süddeutsche Zeitung
12. Juli 2016 – Nach so viel Lob tritt Steinmeier erst einmal auf die Bremse. Er freue sich über den Preis, aber er habe sich sogleich gefragt, ob er der Richtige sei. „Die Ökumene war mir nicht in die Wiege gelegt“, sagt er und erzählt von seiner Heimat Brakelsiek im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe, wo man den reformierten Glauben pflegte und mit den Lutherischen, geschweige denn mit den Katholiken kaum in Berührung kam. Wolfgang Görl

Münchner Kirchenzeitung
17. Juli 2016 – Als erster Politiker war Steinmeier mit dem Ökumenischen Preis der Katholischen Akademie Bayern ausgezeichnet worden. Der 60-jährige Sozialdemokrat stiftete das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dem Flüchtlingsnetzwerk Brandenburg, wo er seinen Bundestagswahlkreis hat. Kna

Augsburger Allgemeine
12. Juli 2016 – Sein Glaube dürfe nicht selbst zum Gegenstand der Politik werden, und schon gar nicht zum Instrument gegen Andersgläubige, betonte er 2015 in der „Offenen Kirche St. Klara in Nürnberg“. In der benachbarten St.-Martha-Kirche hatte es gebrannt, der Zusammenhalt evangelischer und katholischer Gemeinden danach beeindruckte Steinmeier. Er sprach von einer Botschaft der Ermutigung – „auch an mich als Außenminister, der sich jeden Tag mit bedrohlichen und grausamen Krisen in der Welt beschäftigt“. Gelebte Ökumene. Daniel Wirsching

 

 

 

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