Presseschau

17. November 2015

Ökumene

Katholische Nachrichtenagentur

6. November 2015 – Ökumenevertreter ersten Ranges kamen am Mittwochabend in München zusammen: Anlass war das 20-jährige Bestehen der Ausbildungseinrichtung für Orthodoxe Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität, (…) mit dem die in Westeuropa einmalige Ausbildungseinrichtung die Verleihung der Ehrendoktorwürde an den Metropoliten von Pergamon, Ioannis Zizioulas, verband. Als Leiter der orthodoxen Delegation in der offiziellen Kommission für den Dialog mit den Katholiken ist Zizioulas der ranghöchste orthodoxe Ansprechpartner in Sachen Ökumene für die katholische Kirche, die der Präsident des päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurienkardinal Kurt Koch, auf gleicher Ebene vertrat.
Am Morgen hielt Koch die Laudatio für Zizioulas, am Abend trafen sich beide mit dem lutherischen Regionalbischof des Probsteisprengels Halle-Wittenberg, Johann Schneider, in der Katholischen Akademie für ein ökumenisches Gespräch „zu dritt“. Kochs Lobesrede zu Ehren des frisch ernannten Ehrendoktors folgte am Abend die ernüchternde Feststellung, „dass heute über das Ziel der ökumenischen Bewegung kaum eine wirklich tragfähige Verständigung besteht“. (…)
Sowohl für Katholiken als auch für Orthodoxe sei das mit den Kirchen der Reformation derzeit besonders schwierig, sagte der Metropolit. Dort ist Zizioulas zufolge „die Sehnsucht nach Einheit schwächer geworden“. (…) Mit Blick auf die säkulare Welt sprach sich der evangelische Regionalbischof Schneider für eine „dritte Ökumene“ aus. In der Lutherstadt Wittenberg habe heute die Mehrheit der Bürger Gott vergessen, (…) die gemeinsame Frage müsse sein: „Wie können wir darlegen, was uns wichtig ist?“ Simon Berninger

Heinrichsblatt
16. November 2015 – Mit Blick auf die säkulare Welt sprach sich der evangelische Regionalbischof Johann Schneider für eine „dritte Ökumene“ aus. In der Lutherstadt Wittenberg habe heute die Mehrheit der Bürger Gott vergessen. Zwar sein man sich mit den Katholiken auch in Diaspora-Situationen schon da sehr nah, wo das Evangelium vor Ort gelegt werde, aber die gemeinsame Frage müsse sein: „Wie können wir darlegen, was uns wichtig ist?“

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