Presseschau

22. September 2011

Mythen vom Kampf gegen Rom

Katholische Nachrichtenagentur

27. September 2011 – Ach, Italien! Das Sehnsuchtsland der Deutschen lieben nicht nur Bildungshungrige wie weiland Goethe. Bade- und Sonnenfreunde zieht es genauso gen Süden wie Rom-Pilger oder die Toskana-Fraktion. Doch das Verhältnis war nie unbelastet. Antirömische Affekte bei der Suche nach nationaler Einheit gehörten nördlich der Alpen stets dazu. Es sind die „Mythen vom Kampf gegen Rom“, die sich tief eingegraben haben. Ihnen spürte der Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler bei einem Vortrag Ende September in der Katholischen Akademie in München nach.

Angesichts eines zusammengewachsenen Europa schien es als ob jene alten Vorurteile, die jede Nation über eine andere hat, allmählich der Vergangenheit angehören. Doch mit den wachsenden Problemen um die Stabilität des Euro schienen die Klischees zurückzukehren. Derzeit richte sich der Zorn noch gegen Griechenland, doch es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Italien, das von den Ratingagenturen bereits eine Abwertung erfahren hat, sein Fett abbekomme, mutmaßte der Professor für politische Theorie. Barbara Just

 

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