Presseschau

03. November 2014

Ludwig der Bayer

Katholische Nachrichten-Agentur

5. November 2014 – Die Franziskaner hatten neue Ansätze für die Kirche. Im deutschen Kaiser sahen sie einen Verbündeten, mit dem sie solche umzusetzen hofften. Dafür zogen sie sogar bis nach München. Unter dem Motto „Kaiser, Papst und Armutsideal – Ludwig der Bayer“ nahm sich die Katholische Akademie in Bayern in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis der Stadtgeschichte München des Themas an.

Die Düsseldorfer Historikerin Eva Schlotheuber bezeichnete die Zeit nach 1300 als „Jahrhundert der Widersprüche“. Das Papsttum habe einen großen Teil der Bevölkerung gestört. Anstatt für die geistige Führung der Menschen zu sorgen, habe der Papst den Kampf mit dem Kaiser als wichtiger erachtet. Dieser Kaiser war Ludwig Bavarus oder einfach der Bayer.

Der Titel war anfangs eher abfällig gemeint, im Sinne von Barbar. Denn der Herrscher habe weder lesen noch schreiben können, erläuterte Schlotheuber. „Er konnte sich also nicht die ganzen theologischen Ansätze selber erarbeiten und er hatte keine Autorität auf diesem Gebiet.“ Für das theologische Know-How brauchte er die Franziskaner mit ihren radikal neuen Ideen. Lukas Fleischmann

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