Presseschau

17. März 2011

Leo Zogmayer

Münchner Kirchenzeitung

27. März 2011 - Wer derzeit die Räume der Katholischen Akademie in der Münchner Mandlstraße betritt, wird auf den ersten, flüchtigen Blick nicht sofort erkennen, dass an den Wänden Kunstwerke hängen. Schwarze, waagrechte Linien oder eine geballte schwarze Wolkenform auf Weiß, chinesische Schriftzeichen auf einer silbrigen Metallröhre, englische Wörter wie "Saying Nothing" auf monochromem Grund, oder gar nur durchsichtiges Glas mit schwarzem oder weißem Rahmen - das könnten auch elementar reduzierte, moderne Design-Objekte sein. Sie stammen alle vom österreichischen Künstler Leo Zogmayer (Jahrgang 1949), der es dem Betrachter seiner Kunstwerke nicht eben leicht macht.

Keine dekorativen oder sinnlichen Motive, keine ablenkenden Details, keine Geschichten werden hier erzählt oder irgendwelche Stimmungen erzeugt. Stattdessen Nüchternheit, Kargheit, Reduktion, Askese, Stille. Wer nur oberflächlich hinsieht und nicht bereit ist, sich auf diese spröden Werke näher einzulassen, dem erschließen sie sich nicht. Karl Prestele

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