Presseschau

10. Juli 2010

Kirchenaustritt - und was dann?

Katholische Nachrichtenagentur
13. Juli 2010 – Sanft schwappen die Wellen des aufgeheizten Starnberger Sees ans Ufer des Tutzinger Schlosses. Drinnen beschäftigt die Teilnehmer einer ökumenischen Tagung eine ganz andere Woge, die in jüngster Zeit gewaltig anschwoll – die der Kirchenaustritte. Die Zeichen einer epochalen Krise seien nicht mehr zu übersehen, sagen die geladenen Redner. Der Münsteraner Religionssoziologe Detlef Pollack rechnet damit, dass das Jahr 2010 eine Zäsur markieren wird. Christoph Renzikowski

Münchner Merkur
„Kirchenaustritt – und was dann?“ ist das Thema der 50. gemeinsamen Tagung der Evangelischen Akademie in Tutzing und der Katholischen Akademie in Bayern. Doch vor allem die katholischen Amtsträger wollen offenbar gar nicht so genau wissen, wie es um die Bindung ihrer Mitglieder an die Institution bestellt ist.
„Ein Unternehmen würde in dieser Situation eine umfassende Positionsbestimmung ohne Tabus erarbeiten“, stellt der Unternehmensberater Thomas von Mitschke-Collande nüchtern fest. Doch mit solch schmerzhaften Wahrheiten tun sich die Bischöfe schwer. Der Betriebswirt und engagierte Katholik berichtet von zwei Untersuchungen, die wegen ihrer negativen Ergebnisse von der Bischofskonferenz nicht akzeptiert wurden. Claudia Möllers

Evangelischer Pressedienst
10. Juli 2010 – Kirche muss sein wie Sauerteig: Er muss gären und diffundieren, sonst fängt er an zu schimmeln. Dieses Bild mag ungewöhnlich sein. Doch wenn es ein Theologe wie der Duisburger Dogmatiker Ralf Miggelbrink gebraucht, dann nicht ohne Grund: Ihm ist Kirche ein Anliegen, „ein Projekt, dass man nicht lassen kann.“ Und damit Kirche auch weiterhin diffundieren kann, muss sie sich auch mit so unbequemen Themen wie dem Kirchenaustritt beschäftigen. Rieke C. Harmsen

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