Presseschau

13. Januar 2011

Karl-Theodor zu Guttenberg zu Gast

Münchner Kirchenzeitung

23. Januar 2011 - Ein lauschiger Club-Abend war es nicht. Über 700 Menschen hatten der Einladung der Schwabinger Rotarier in die Katholische Akademie Folge geleistet, um Deutschlands beliebtesten Politiker zu sehen und zu hören. Karl-Theodor zu Guttenberg werde wohl einschweben, frotzelten zwei ältere Herren, um damit nur ihre Bewunderung zu überspielen. Doch der Bundesverteidigungsminister kam zu Fuß in den Saal. Und auch seine Rede war - bei aller rhetorischen Brillanz - bodenständig.(...) Die Bundeswehr-Reform - so Guttenberg - soll die Armee "professioneller, flexibler und breiter aufgestellt" machen. Sie betreffe längst nicht nur die Wehrpflicht, die zuletzt nur noch 16 Prozent eines männlichen Jahrgangs erfüllt haben. Trotzdem habe ein Dienst an der Gesellschaft noch keinem jungen Menschen geschadet, er müsse aber - nun auf freiwilliger Basis - mehr wertgeschätzt werden.

Bei seinem Münchner Auftritt schlug Guttenberg viel Sympathie entgegen. Akademie-Direktor Florian Schuller nützte die Gelegenheit, um auf die langjährigen Verbindungen zu den Guttenbergs hinzuweisen. Vater Enoch habe über "Mozarts Theologie" gesprochen, Großvater Karl-Theodor habe bereits außenpolitische Fragen behandelt. Und nicht zu vergessen: Urgroßmutter Elisabeth, eine "starke Frau des bayerischen Katholizismus", sei bereits bei der Gründung dabei gewesen und habe noch ihren 90. Geburtstag in der Akademie gefeiert. Urenkel Karl-Theodor, damals schon unter den Festgästen, wird wiederkommen müssen, auch wenn er noch höher steigt. Johannes Schießl

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