Presseschau

15. Dezember 2010

Junge Akademie Zwischen FC Bayern und Uni

Süddeutsche Zeitung
16.12. 2010 – Integration statt Assimilation. Fußball-Profi Hamit Altintop in der Katholischen Akademie Vielleicht hatte die beleuchtete Reklametafel vor der Katho1ischen Akademie die Initiatoren der „Jungen Akademie“ als Inspirationsquelle gedient, einen Fußballer einzuladen zum Thema Integration sprechen zu lassen: Hamit Altintop, türkischer Mittelfeldspieler des FC Bayern München und 1982 in Gelsenkirchen geboren, wirbt mit dem Slogan „Zusammenhalt macht stark“ für die Initiative „Münchner Courage“ und für mehr Teamgeist. Den Slogan kann man am Mittwochabend im dichten Schneetreiben zwar nicht mehr lesen, aber drinnen, im Konferenzraum der Katholischen Akademie, hört man Altintop live. Er ist zu Gast bei einem Podiumsgespräch zum Thema ‚;Zwischen FC Bayern und Uni. Erfahrungen von Integration und Bildung“. Gesprächspartner sind Adrian Bieniec, Doktorand an der Uni Augsburg; und Regina Trüb vom Bundesamt für Migration. Kein Fan-Gekreische, kein Blitzlichtgewitter. Altintops Auftritt ist unspektaku1är. Und das, obwohl sein schönes Bundesliga-Tor in der 17. .Minute gegen St. Pauli durchaus Beifall verdient hätte. Bescheiden ist er, wartet artig, bis er platziert wird, grüßt seine Gesprächspartner und die vielen jungen Gäste – die meisten mit Migrationshintergrund. Nicole Graner

Münchner Kirchenzeitung
9. Januar 2011 – Altintop sagte über sich selbst, dass er sehr gut integriert sei. Wie sein Zwillingsbruder Halil lebt er seit seiner Geburt in Deutschland. „Auf der anderen Seite muss ich dem lieben Gott für mein Talent danken“, fügte der gläubige Muslim hinzu. Seine Erfolge im Fußball hätten ihm einige Türen geöffnet. Nichts desto weniger sei es wichtig, nicht nur zu fordern, sondern auch darüber nachzudenken, was man selbst für eine bessere Integration tun könne. Ein gemeinsames Ziel etwa könne viel zu einem besseren Miteinander der Menschen beitragen. Auch beim FC Bayern habe man trotz der verschiedenen Nationalitäten im Team stets den Titel vor Augen und müsse deshalb an einem Strang ziehen. „Der eine braucht dabei Streicheleinheiten, der andere mal einen Arschtritt“, lachte Altintop. Andreas Schneider

zurück