Presseschau

28. Juni 2016

Jüdisches Leben in Deutschland

Katholische Nachrichten Agentur KNA

29. Juni 2016 – Ein Internist schaut ins Innere des Körpers. Es geht ihm darum, mögliche Fehlfunktionen der Organe zu erkennen und zu heilen. Josef Schuster hat sich als Mediziner diesem Fachgebiet verschrieben. Am Dienstagabend stand er in München aber als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland am Rednerpult der Katholischen Akademie in Bayern. Seit zwei Jahren hat der 62-Jährige das Amt inne. (…)
Detailreich, pointiert und mit einem humorigen Unterton spricht er Klischees und unliebsame Wahrheiten an. Die Kenntnisse über das jüdische Leben hierzulande seien nun mal gering. Die meisten Bürger würden eher ein Bild aus Israel mit ultraorthodoxen Juden an der Klagemauer im Kopf haben, als ein modernes Judentum in Deutschland. Barbara Just

dpa

29. Juni 2016 – Der Präsident des Zentralrates der Juden, Josef Schuster, hat vor einem neuen Antisemitismus durch die Zuwanderung von Flüchtlingen gewarnt. „Die Flüchtlinge, die in so großer Zahl seit dem vergangenen Jahr bei uns Zuflucht suchen, kommen ganz überwiegend aus Staaten, die mit Israel tief verfeindet sind“, sagte Schuster am Abend in München (…). Schon jetzt sieht Schuster nach eigenen Angaben seine Angst begründet: Unter jungen Muslimen in Deutschland gebe es einen recht ausgeprägten Antisemitismus, sagte er. kry/dpa


Mittelbayerische Zeitung

01. Juli 2016 – Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat vor neuem Antisemitismus durch die Zuwanderung von Flüchtlingen gewarnt. (…) In den jüdischen Gemeinden in Deutschland sei das Sicherheitsgefühl schon größer gewesen, sagte Schuster weiter. Die Katholische Akademie Bayern hatte Schuster zum Thema „Jüdisches Leben in Deutschland heute“ nach München geladen.


Münchner Kirchennachrichten

14. August 2016 – Der Würzburger Internist Josef Schuster vertritt als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland die orthodoxen, konservativen und liberalen Gemeinden in Deutschland. Er beurteilt die Lage lakonisch: „Wir Juden fühlen uns in Deutschland sicher. Das Sicherheitsgefühl war aber auch schon größer.“ Auch wenn das Wort „Angst“ nicht fällt, konstatiert er mit Blick auf die terroristischen Anschläge in europäischen Städten: „Fanatische Islamisten sind eben auch fanatische Judenhasser.“
Doch der Terror sollte kein Grund für Auswanderung sein, denn dann würden die Terroristen ja ihr Ziel erreichen, erklärt Schuster bei einem Vortrag in der Katholischen Akademie in Bayern. Annette Krauß

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