Presseschau

26. November 2012

Jesus von Nazareth

Professor Thomas Söding (li.) und Akademiedirektor Dr. Fldium im Vortragssaal der Katholischen Akademie.orian Schuller auf dem Po
Akademiedirektor Dr. Florian Schuller (re.) moderierte die Diskussion mit Professor Thomas Söding.

Die Tagespost

6. Dezember 2012 – Mit seinem Werk „Jesus von Nazareth“ hat Papst Benedikt kein christologisches Lehrbuch im üblichen Sinne geschrieben. In seiner Vorstellung des gerade erschienenen Prologs, der die Kindheitsgeschichte Jesu auslegt, nannte der Neutestamentler Thomas Söding das nun abgeschlossene Gesamtwerk „geistliche Schriftlesung als konsequente Exegese“. Vorweg erinnerte der Exeget der Universität Bochum in seinem Vortrag in der Katholischen Akademie München daran, dass wir es bei der Auslegung der Kindheitsgeschichte nach Matthäus und Lukas durch Papst Benedikt XVI. nicht mit lehramtlichen Aussagen, sondern mit einer Einladung zu einer „Diskussion“ zu tun haben. (…)

Kritisch hinterfragte Söding die Historizität der Geburt unter der Herrschaft des Herodes sowie die weltweite Steuerveranlagung unter Augustus und den Zusammenhang zwischen der berechneten Himmelskonstellation und der tatsächlichen Anwesenheit der Weisen in Bethlehem. Söding selbst rechnet bei den Kindheitsgeschichten sehr wohl mit einem „historischen Kern“, aber auch mit großen „Gestaltungsspielräumen“: Dieser historische Kern ist seines Erachtens „die Geburt Jesu in Bethlehem; von ihr her wird erzählt, um den theologischen Kern der Geschichte zu veranschaulichen (…).“ Michael Karger

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