Presseschau

26. April 2013

Intellektuelle, Kultur und Religion links und rechts des Rheins

Rheinische Post

8. Mai 2013 – Die deutsch-französischen Beziehungen – oft werden sie nüchtern beschrieben, manchmal hymnisch besungen, zuletzt kritisch kommentiert. Florian Schuller, Leiter der Katholischen Akademie in Bayern, hatte zum 50-jährigen bestehen des Elysée-Vertrages zwischen Paris und (damals) Bonn eine beachtliche intellektuelle Runde in München versammelt (...).

Schuller (...) fragte, ob etwa der ehemalige Präsidentenberater Jacques Attali recht habe, wonach sich das deutsch-französische Verhältnis derzeit auf Minimalniveau befinde. Grosser nahm den „Ball“ umgehend auf, und das nicht ohne Selbstironie: „Ich bin schon deshalb Franzose, weil ich mich selbst überschätze.“ Frankreich sei gegenüber dem wiedervereinigten Deutschland schwächer geworden; das nähre bei manchen Franzosen den Eindruck, der starke Nachbar im Osten verhalte sich arrogant.

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