Presseschau

08. Juli 2013

"In dieser Stunde der Kirche". Zum 100. Geburtstag von Julius Kardinal Döpfner

Die Wandelhalle in Bad Kissingen. Akademiedirektor Dr. Florian Schuller (li.) begrüßt Bischof Dr. Friedhelm Hofmann von Würzburg (re.) zum Festakt. In der Mitte steht Dr. Paul Beinhofer, der Regierungspräsident von Unterfranken.
Die Wandelhalle in Bad Kissingen. Akademiedirektor Dr. Florian Schuller (li.) begrüßt Bischof Dr. Friedhelm Hofmann von Würzburg (re.) zum Festakt. In der Mitte steht Dr. Paul Beinhofer, der Regierungspräsident von Unterfranken.

Katholische Nachrichten-Agentur

28. Juni 2013 – Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hat den früheren Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Julius Döpfner (1913 bis 1976), gewürdigt. Seine Führung sei glaubwürdig gewesen, weil er stets selbstkritisch und zu Korrekturen bereit gewesen sei, sagte Lehmann bei einem Festakt am Freitag in Döpfners Heimatstadt Bad Kissingen. Döpfner habe um das Bewahrenswerte in der Kirche gewusst, aber auch um die Reform als eines ihrer Wesenselemente.

 

1. Juli 2013 – Unter dem Motto „In dieser Stunde der Kirche“ hatte die Katholische Akademie in Bayern anlässlich des 100. Geburtstags von Döpfner zu einer zweitägigen Tagung (…) nach Bad Kissingen geladen. (…) Seiner Heimat, in der der bodenständige Franke am liebsten als einfacher Dorfpfarrer gewirkt hätte, blieb er zeitlebens verbunden. So sei es ihm gar als Erzbischof von München-Freising einmal passiert, dass er bei der Wallfahrt anlässlich des Bistumspatrons Korbinian in der Predigt aus Versehen ständig vom heiligen Kilian, dem Würzburger Frankenapostel, sprach, wie sein früherer Sekretär Gerhard Gruber (84) erinnerte.

Der langjährige Weggefährte Döpfners (…) stand eigentlich gar nicht auf der Referentenliste. Doch genau dies war die charmante Note der Veranstaltung, dass unter den Teilnehmern im Publikum viele saßen, für die Döpfner Teil ihrer Lebensgeschichte war. Barbara Just

 

Main-Post

29. Juni 2013 – „Es ist unkatholisch, rückständig zu sein!“ Was für ein Satz, den Karl Kardinal Lehmann aus Mainz da in die Wandelhalle zitierte. Dieser Satz stammt vom „großen Sohn und Seelsorger der Stadt Bad Kissingen“, Julius Kardinal Döpfner, zu dessen 100. Geburtstag die Katholische Akademie in Bayern am Freitag zu einem Festakt geladen hatte.

 

29. Juni 2013 – „Julius Döpfner hing sehr an seiner unterfränkischen Heimat. Es fiel ihm immer schwer, von ihr getrennt zu sein.“ Das war eine von vielen sehr persönlichen Facetten aus dem Leben des berühmten Würzburger Bischofs, über die sein einstiger Weggefährte Karl Lehmann referierte.

Rund 700 Gäste aus Kirche, lokaler Politik und Bevölkerung waren der Einladung der Stadt Kissingern und der Katholischen Akademie in Bayern gefolgt (…). Der 77-Jährige blickte auf den Ehrenbürger der Kurstadt mit lebensnahen und authentischen Worten zurück, die er vor allem auch an die Verwandten Döpfners richtete.

 

Saale Zeitung

28. Juni 2013 – Als Julius Döpfner am 26. August 1913 in Hausen bei Bad Kissingen geboren wurde, dachte noch niemand daran, dass aus ihm einmal ein bedeutender Kirchenmann werden würde. In diesem Jahr wäre Julius Kardinal Döpfner 100 Jahre alt geworden.

Die Tagung „In dieser Stunde der Kirche“ befasst sich (…) mit dem Leben und Wirken des Kardinals aus der Rhön. Veranstalter sind die Katholische Akademie Domschule Würzburg und die Katholische Akademie in Bayern. (…)

 

2. Juli 2013 – Der erste Blick der zweitägigen Tagung (…) galt der Zeit Döpfners als Bischof von Würzburg (19-48–1957). Christoph Weißmann vom Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Universität Würzburg ging der Frage nach, wie sich Julius Döpfner im Spannungsfeld von Kirche und Politik positionierte, wie er agierte und wie dies sein Bild in der Öffentlichkeit beeinflusste. (…)

Als sehr junger Bischof habe Döpfner auch bei der Amtsführung seinen eigenen Weg finden müssen und sei anpassungs- und änderungsfähig gewesen. Bernhard Schwessinger

 

2. Juli 2013 – Der Festgottesdienst zum Kissinger Sommer in der Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche, den Bischof Dr. Friedhelm Hofmann aus Würzburg zelebrierte, war zugleich auch Abschluss einer zweitägigen Tagung der Katholischen Akademien Bayern und Würzburg zum 100. Geburtstag von Kardinal Julius Döpfner. (…)

Ausgesprochen musizierfreudig und ausgewogen im Zusammenklang von Streichern und Bläsern präsentierte sich das Residenzorchester Meiningen. Die Vokalsolisten konnten sowohl in einzelnen Solopassagen als auch im Quartett vornehmlich im Benedictus durch Homogenität und Klangschönheit überzeugen (…). Rüdiger Greubel

 

Die Tagespost

4. Juli 2013 – Ende August jährt sich der Geburtstag von Julius Kardinal Döpfner zum hundertsten Mal. Er hat nicht nur als Bischof, als Moderator beim Zweiten Vatikanischen Konzil und Präsident der Würzburger Synode die deutsche Kirche und Weltkirche geprägt, sondern blieb stets Seelsorger und Dolmetscher des Glaubens. Das hat ihn populär und unvergessen gemacht. Und das zeigte ein voll besetzter Festakt und ein Symposion, mit dem die Stadt Bad Kissingen, die Katholische Akademie in Bayern und die Würzburger Domschule Ende der vergangenen Woche Döpfner ehrten.

 

Würzburger Katholisches Sonntagsblatt

7. Juli 2013 – Lehmann zeichnete in seinem rund zweistündigen Vortrag vor allem ein Bild des Menschen und Seelsorgers Döpfner, der seine Herkunft aus armen und bescheidenen Verhältnissen nie verleugnet habe. „Er behielt einen sehr anspruchslosen Lebensstil bei. Er konnte mit einfachen Menschen ebenso umgehen wie mit hochgestellten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und bewegte sich in der kleinsten Gemeinde ebenso ungezwungen wir auf internationalem Parkett.“ Susanne Wahler-Göbel

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