Presseschau

02. Februar 2017

60 Jahre Akademie: Dankesfest

Heinrichsblatt

5. Februar 2017 – Die Katholische Akademie in Bayern feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Die Einrichtung steht nicht nur für den gepflegten intellektuellen Disput. Sie diente schon als Notschlafstelle und bescherte dabei den nicht ganz freiwillig gekommenen Gästen „wahrscheinlich ein prägendes Erlebnis“, wie sich Direktor Florian Schuller (70) im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erinnert. (…)
Die Unfähigkeit zum sachlichen Austragen von Kontroversen scheint zuzunehmen. Wie reagieren Sie?
Schuller: Indem wir weiterhin auf die leibhaftige Begegnung von Mensch zu Mensch setzen. Wir vertrauen darauf, dass dadurch die Bereitschaft zu einem guten Austausch wächst. Auch wenn ich feststelle, dass gerade bei innerkirchlichen Streitthemen die Fronten so verhärtet sind, dass eine Diskussion kaum möglich ist.
Hat Papst Franziskus die Debattierfreude in der katholischen Kirche nicht neu belebt?
Schuller: Ich glaube, die Leute sitzen immer noch in den Schützengräben. Andererseits hat die Flüchtlingsdebatte in den letzten zwei Jahren vieles überlagert. Äußerst lebendig wird bei uns derzeit über das Verhältnis von Kirche und Staat gestritten. Christoph Renzikowski (kna)

Katholisch.de

30.01.2017 – Die Katholische Akademie in Bayern besteht in diesem Jahr seit 60 Jahren. Ihr Leiter, Florian Schuller, hält sie immer noch für relevant. Denn in der Kirche mangele es an einer guten Debattenkultur. (…) bei Streitthemen seien die „Fronten so verhärtet, dass eine Diskussion kaum möglich ist“, sagte der Theologe der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in München. (…) Schuller erinnerte an die Gründungsgeschichte katholischer Akademien in Deutschland. Diese seien nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Basis eines neuen Selbstbewusstseins der Kirche entstanden.

Radio Horeb

20.02.2017 – Kirche und Welt sind manchmal Gegensätze und gehören doch zusammen. Das war in Deutschland nicht immer so klar wie in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals, vor nun 60 Jahren, gründeten die bayerischen Bischöfe eine gemeinsam getragene Katholische Akademie, die vor allem den Dialog zwischen Kirche und Welt fördern und ermöglichen sollte. Und an diesem Grundauftrag hat sich auch für die Einrichtung im Münchner Stadtteil Schwabing bis heute nichts geändert. Neu ist für die Verantwortlichen für das breitgefächerte Veranstaltungsangebot der Akademie höchstens die derzeit sehr lebendig geführte Debatte zum Verhältnis von Kirche und Staat. Brunhild Nelles

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