Presseschau

26. Mai 2017

60 Jahre Akademie: Rudolf Voderholzer und Tomas Holub

Sudetendeutsche Zeitung

26.05.2017 – Die Frage Schullers nach der Glaubenspraxis in seinem Bistum beantwortete Bischof Voderholzer zwar mit positiven statistischen Daten. Andererseits verschloß er nicht die Augen vor der Realität, also den häufig zu beobachtenden Säkularisierungstendenzen. Daher formulierte er zentrale Aufgaben: „Wir werden alles unternehmen müssen, um den Glauben als persönliche Überzeugung, als Grundhaltung gegen alle Widerstände und Anfechtungen zu stärken, um zur Kirche zu stehen. Dazu gehört auch, die Auskunfts- und Dialogfähigkeit zu fördern sowie die Jugend mit Handwerkszeug auszurüsten, um redliche Christen zu sein.“ Hier könne die deutsche Seite durchaus auch von den Realitäten in Pilsen und Prag lernen. Markus Bauer


Bistum Regensburg

22.05.2017 – Bischof Voderholzer verwies einerseits auf das Gründungsjahr 1115 des Klosters Kladrau/Kladruby bzw. auf die Jahre 1945/46. Denn im Zuge der Vertreibung ging Bischof Voderholzers Mutter damals bei Eslarn „schwarz über die Grenze – eine Stecke, die man in der Nacht gehen konnte“. Aber auch die Zeit der Grenzöffnung 1989/90 nannte der Regensburger Oberhirte. „Jede der Jahreszahlen hat mit meinem Leben zu tun“, fasste Bischof Voderholzer zusammen. Er wies aber auch dem 19. Jahrhundert eine hohe Bedeutung als „Schlüssel für viele Probleme der weiten Geschichte“ zu: „Das Christentum in seiner katholischen Ausprägung ist die beste Nationalismus-Prophylaxe, die es gibt“, erläuterte der Regensburger Bischof zum Aspekt des Nationalismus im 19. Jahrhundert.

Die Tagespost
30. 05. 2017 – Bischof Voderholzer empfahl auch die vor allem in Grenzregionen organisierten Wallfahrten, an denen vielfach bereits Menschen beider Nationen teilnehmen. Auf die Bedeutung des gemeinsamen Feierns, wenn bei tschechischen Leuten bisweilen die Hintergründe nicht präsent sind, wies Bischof Holub hin. Für ihn sind persönliche Beziehungen wichtiger als institutionelle. Markus Bauer

Oberpfalz TV
2. Juni 2017 – 60 Jahre ist die Katholische Akademie Bayern dieses Jahr geworden. Das wurde jetzt im Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee gefeiert. Bei einer Tagung standen die deutsch-tschechischen Verbindungen der Kirche im Fokus.

Sonntagszeitung für das Bistum Regensburg
28./28. Mai 2017 – Bei der Podiumsdiskussion befragte Akademiedirektor Florian Schuller die Bischöfe nach den für sie wichtigen historischen Epochen. Bischof Holub nannte das 19. Jahrhundert mit den vielen Änderungen, weil sich hier „Antworten auf die heutige Zeit“ fänden. Bischof Voderholzer hingegen verwies auf das Gründungsjahr 1115 des Klosters Kladrau/Kladruby beziehungsweise auf die Jahre 1945/46.

Passauer Bistumsblatt
4. Juni 2017 – Bischof Voderholzer sah es als richtig an, den Milieus nicht nachzutrauern. Vielmehr empfahl er, die „großen Schätze der Kultur, Musik, Kunst und Architektur, das heißt den ganzen Reichtum des Glaubens“ stärker in die pastorale Praxis einzubeziehen. Markus Bauer

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