Presseschau

11. November 2011

Gottes Häuser heute bauen

Katholische Nachrichtenagentur
26. November 2011 – Seine erste Kirche steht, die zweite ist fast fertig. Beide sind modern, hell – und anders. Der Bau einer Kirche sei die Traumaufgabe eines jeden Architekten, sagt Ulrich Königs. Dabei ist der Wuppertaler Professor für Konstruieren und Entwerfen ein glücklicher Ausnahmefall in der Branche. In den vergangenen zehn Jahren wurden nur mehr 50 katholische Kirchen in Deutschland gebaut, 5 davon 2010. Unter dem Thema „Gottes Häuser heute bauen“ diskutierte Königs mit zwei Architektenkollegen, dem Münchner Andreas Meck und dem Leipziger Ansgar Schulz, in der Katholischen Akademie. Ann-Kathrin-Wetter

Münchner Kirchenzeitung
27. November 2011 – „Woran erkennt man eine Kirche?“ Mit dieser Frage begann Professor Andreas Meck. Der Münchner Architekt, der unter anderem das „Dominikuszentrum“ auf der Nordheide in München und das Pfarrzentrum St. Nikolaus in Neuried entworfen hat, stellt seine Bauten unter den Begriff der „communio“, der gemeinsamen Mitte. Auf der Nordheide wie in Neuried sind die Räumlichkeiten einschließlich der Kirche um einen gemeinsamen Hof gruppiert. Doch woran erkennt man jetzt eine Kirche? „Es sind die lebendigen Steine.“ So Mecks philosophisch-theologische Antwort. Bei beiden Bauten stehen dafür die verwendeten Ziegel. Von weitem erscheinen sie homogen. Geht man näher heran, erkennt man Risse, Kanten und Bearbeitungsspuren. So ist jeder Ziegel individuell und einzigartig – wie die Menschen. Benedikt Gradl

Bayerische Staatszeitung
18. November 2011 – Um seiner Idee des grenzenlosen Kirchenraums gerecht zu werden, hat Architekt Ansgar Schulz seine derzeit noch im Bau sich befindende Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig, die er zusammen mit seinem Bruder Benedikt realisiert, ganz an die Grundstücksgrenze gerückt. Transzendenz bedeutet für ihn „die Möglichkeit, zu vermitteln“: Von der Stadt hinein in den Kirchenraum, der für ihn durch die besondere Lichtführung Ausdruck von Unendlichkeit ist. Der dreieckige Baukörper aus heimischem Porphyr ist einerseits Auftakt für weitere städtebauliche Entwicklungen. Andererseits soll er neugierig machen auf das, was sich hinter der Kirchenmauer verbirgt, ein Sakralraum, der im Inneren Ruhe und Geborgenheit schafft. Angelika Irgens-Defregger

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