Presseschau

12. Dezember 2011

Glauben in einem säkularen Zeitalter

Der Neue Tag

22. Dezember 2011 – Sein Unbehagen über die Moderne, ja seine Trauer über die Zersplitterung der Religion in der Neuzeit versteckt der kanadische Philosoph Charles Taylor nicht. Die Säkularisation, sagt der 80 Jahre alte Katholik, könne man „in gewisser Weise als Katastrophe begreifen“. Diese Tendenz zur Vereinzelung, in der jeder für sich in seinem eigenen Bereich lebe und kein Verhältnis zu den anderen habe, „ist für uns unannehmbar.“
Dieser Vereinzelung gelte es aus katholischer Sicht entgegenzuwirken. Dabei versteht der Philosoph katholisch im Sinne seiner altgriechischen Bedeutung als Auftrag zusammenzubringen. Darin sieht Taylor die großen Herausforderungen der Gegenwart. Das unterstrich er in München. In der Katholischen Akademie, unweit der Münchner Freiheit, beschrieb er vor 300 Zuhörern seinen Blick auf den „Glauben in einem säkularen Zeitalter“.
Alexander Pausch

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