Presseschau

20. Oktober 2011

Gerechtigkeit im Steuerrecht

Evangelischer Pressedienst

30. Oktober 2011 – Wer kennt sie nicht, die liebe Not beim Ausfüllen der alljährlichen Steuer-Erklärung. Derweil soll der Beitrag des Einzelnen zu den Aufgaben des Staates doch „einfach, gerecht, gleich und maßvoll“ ausfallen, betont der Heidelberger Jura-Professor Paul Kirchhof. All diesen Anforderungen entspreche das geltende deutsche Steuerrecht nicht, kritisierte der frühere Bundesverfassungsrichter bei einem Vortrag in der Münchner Katholischen Akademie. Um gleich seinen bereits viel diskutierten Entwurf eines schlanken Steuergesetzbuchs entgegenzusetzen, das die unzähligen Privilegien abschafft und einen Spitzensteuersatz von nur 25 Prozent vorsieht – bei einem Grundfreibetrag von 10.000 Euro (für Kinder je 8.000 Euro). […]

Doch die Position Kirchhofs, dass Umverteilung keine Aufgabe der Steuer sei, stieß später auf die Kritik des katholischen Sozialethikers Markus Vogt von der Münchner Universität. Ihm fehle in Kirchhofs Konzept die Solidarität mit den Schwächeren. Johannes Schießel

Einen kurzen Film zur Veranstaltung finden Sie im Bereich Akademie im Video, weitere Informationen im Bereich Aktuelle Meldungen und im Veranstaltungsarchiv.

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