Presseschau

07. Oktober 2013

Georg Baselitz. Religiöse Bilder?

Prof. Dr. Carla Schulz-Hoffmann bei ihrer Einführung auf der Vernissage am Mikrofon vor Drucken von Georg Baselitz.
Prof. Dr. Carla Schulz-Hoffmann bei ihrer Einführung auf der Vernissage.

Süddeutsche Zeitung

11. Oktober 2013 – Im Kardinal-Wendel-Haus finden seit den Siebzigerjahren Ausstellungen statt: Arbeiten von Karl Caspar, Herlinde Koelbl, Gerhard Richter, Jerry Zeniuk wurden hier gezeigt – um nur einige zu nennen.

Für die 100. Ausstellung nun wollte man etwas Besonderes auf die Beine stellen (…). Das mit dem auf die Beine stellen ist dann im schönsten Sinne daneben gegangen. Denn die Jubiläumsausstellung bestreitet der Künstler Georg Baselitz. Und bei dem stehen die meisten Motive ja bekanntermaßen Kopf. (…)

Baselitz bildet religiöse Motive nicht ab, er verhandelt sie und zwingt sie in eine strenge, eigenwillige Form. Besser kann man dem Ort der Ausstellung nicht gerecht werden. Evelyn Vogel

 

Münchner Merkur

15. Oktober 2013  – Und nun: „Religiöse Bilder?“ Die Katholische Akademie in München hat hinter diesen Titel ein Fragezeichen gestellt. Es könnte genauso gut ein Ausrufezeichen sein. Denn Baselitz, der für eine ständige Schärfung und Erneuerung von Inhalten steht, hat sich in den 80er Jahren dieser Thematik angenähert. Religiös sind die 30 Holzschnitte und zwei Ölgemälde also auch. Vor allem aber sind sie eine Auseinandersetzung mit dem Mensch und seinem Zustand, mit dem Material und der Malerei an sich.

Mit Baselitz und dem Thema feiert die Akademie in Schwabing ihre hundertste Ausstellung, die als kleine Entdeckung gelten kann. Freia Oliv

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