Presseschau

22. Juni 2016

Flüchtlingspolitik

Straubinger Tagblatt

22. Juni 2016 – „Christliches Ideal und praktische Vernunft“ – unter diesem Motto stand am Montagabend eine Podiumsdiskussion der Katholischen Akademie in München zur Flüchtlingspolitik. Zumindest in einem waren sich Peter Neher, Präsident des deutschen Caritasverbandes, und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) einig: Der Gegensatz, der hier angesprochen wird, ist eher theoretisch. (…)
Das Grundproblem sei ein anderes: dass nämlich „schon seit längerer Zeit“ eine ganze Reihe von europäischen Ländern geltendes europäisches Recht nicht eingehalten habe. Erst in jüngster Zeit habe sich das geändert: „Jetzt findet auf den griechischen Inseln das statt, was dort seit Jahren hätte stattfinden sollen.“ Herrmann räumte ein, „dass wir tatsächlich wesentlich mehr Geld für Entwicklungshilfe aufwenden müssten“, um Fluchtgründe in den Herkunftsländern zu bekämpfen. Markus Peherstorfer

KNA

21. Juni 2016 – Kaum ein Thema polarisiert in Deutschland derzeit so stark wie die Flüchtlingspolitik. Der Direktor der Katholischen Akademie in Bayern, Florian Schuller, sprach in diesem Zusammenhang am Montagabend von „Verwerfungen zwischen Akteuren, die man bisher eher in eine Richtung blicken sah“. Gemeint waren die CSU und die Kirchen. In einem Disput sollten Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und Caritaspräsident Peter Neher helfen, „christliches Ideal“ und „praktische Vernunft“ wieder näher zusammenzubringen. (…) Das Publikum verteilte seinen Applaus annähernd gleichmäßig auf die Debattenredner. Beide ließen mehrfach Verständnis für die Position des anderen erkennen. Christoph Renzikowski

Die Tagespost

30. Juni 2016 – Der Präsident des Deutschen Caritas-Verbandes betonte in seinem Vortrag die Pflicht eines jeden Christen, sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren. Diese zeichne sich gerade nicht durch Weltfremdheit und vermeintlich naives Gutmenschentum aus, sondern durch die Umsetzung von Solidarität und Verantwortung im konkreten Miteinander, im täglichen Leben und im Umgang miteinander. (…) Unbenommen davon gebe es freilich eine „nicht auflösbare Spannung zwischen Verantwortungs- und Gesinnungsethik, gerade für die am meisten geforderten, bei den Flüchtlingen als Zufluchtsziel beliebtesten Länder wie Deutschland. Marie-Thérèse Knöbl

 

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