Presseschau

26. Mai 2017

Europa christlich?!

Die Tagespost

04.05.2017 – Mit Blick auf eine neue politische Kultur verwies Johannes Singhammer, Vizepräsident des Deutschen Bundestags auf die Bundestagsrede Benedikts XVI. Der Papst hatte darin unterstrichen, dass erst von der Überzeugung eines Schöpfergottes her die Idee der Menschenrechte, die Idee der Gleichheit aller Menschen vor dem Recht und die Erkenntnis der Unantastbarkeit der Menschenwürde entwickelt worden sei und die Erkenntnisse der Vernunft genannt, die das kulturelle Gedächtnis prägen. Für Singhammer hat Benedikt XVI. damit mehr als vorübergehende Streiflichter an die Wand geworfen, sondern „die feste, belastbare Treppe in eine sichere Zukunft“ beschrieben. Regina Einig


Christ in der Gegenwart

30.04.2017 – Europa hat mit dem Einigungsprozess seine philosophischen und religiösen Wurzeln zu stark vernachlässigt. Das erklärte der Bonner Staatsrechtler und ehemalige Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio in den „Salzburger Nachrichten“. Die europäische Integration mit dem Binnenmarkt im Mittelpunkt erreiche die Herzen der Menschen nicht. Man unterschätze, „wie bedeutend kulturelle Wurzeln und eine Sinnsuche jenseits reiner Zweckrationalität sind.“ (…) Wenn alles Religiöse verdrängt werde, verschwinde auch der metaphysische Horizont.


Salzburger Nachrichten

25.04.2017 – Die Katholische Akademie in Bayern veranstalte eine Tagung zum Thema „Europa – christlich?“. Dabei spricht Udo Di Fabio über „Das metaphysische Defizit: Europa sucht seine Idee“. (…) SN: Wo sehen Sie die kulturellen Wurzeln Europas?
Es gibt die universellen Werte des Kontinents, die auf der Entfaltungsfreiheit und Rechtsgleichheit der Menschen gründen, der Respekt vor der Würde des Einzelnen, die Bedeutung eines freien politischen Raums, die Beachtung des Rechts, die soziale Richtung der Marktwirtschaft. Das sollte als gemeinsames kulturelles Fundament deutlicher gemacht werden. Aber das ist noch nichts Metaphysisches. (…) Weil hier nur schwer Konsens zu erreichen ist, wurde etwa beim Entwurf des europäischen Verfassungsvertrags ein Gottesbezug ausgespart, so wie er in manchen staatlichen Verfassungen, etwa der deutschen, enthalten ist. Josef Bruckmoser

KNA / Münchner Kirchenzeitung

07.05.2017 – Anlässlich des 90. Geburtstags von Benedikt XVI. lud am vergangenen Wochenende in München die Katholische Akademie in Bayern zu einer Tagung ein mit dem Titel „Europa – christlich?!“ Mitveranstalter waren das Institut Benedikt XVI. und die Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI.-Stiftung. Den Auftakt machte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Als Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) wird er nicht müde, für den europäischen Gedanken zu werben. Geht es doch darum, deutlich zu machen, welchen Schatz „wir als Christen für Europa einzubringen haben“. Barbara Just


KNA

02.05.2017 – Der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Johannes Singhammer (CSU), will die Menschen wieder mehr für die europäische Idee gewinnen. Europa müsse sich dazu aber in erster Linie wieder dazu bekennen, vor allem eine Wertegemeinschaft zu sein und nicht nur eine reine Allianz geografischen und geopolitischen Kalküls, sagte er am Samstag in München. Vor allem müsse die Sinnhaftigkeit Europas wieder entdeckt werden, an deren Spitze die Sicherung des Friedens stehe.


KATHPRESS-Tagesdienst

30.04.2017 – Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat den christlichen Glauben und die Theologie als ein „bereicherndes Spannungsfeld“ bezeichnet. Eine Kirche, die auf die Theologie verzichte, hätte keine Zukunft und wäre nicht in ihrer Tradition, sagte Marx am Freitagabend in München. Er äußerte sich bei der Tagung „Europa – christlich?!“

 

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