Presseschau

19. April 2013

Der Papst

Bischof Rudolf Voderholzer im Gespräch mit Tagungsteilnehmern
Bischof Rudolf Voderholzer hielt nicht nur ein Referat zum Pontifikat Benedikts XVI., sondern blieb noch zum Gespräch in der Akademie.

Der neue Tag

22. April 2013 – Bischof Rudolf Voderholzer ist überzeugt, dass Benedikt XVI. seine Rücktrittserklärung bewusst auf den „Welttag der Kranken“ gelegt hat. Er glaube, dass der damalige Papst das Datum „mit Bedacht gewählt hat“, sagte der Regensburger Oberhirte und Ratzinger-Experte am Freitagabend während einer Tagung in der Katholischen Akademie in München.

 

Münchner Merkur

22. April 2013 – In der Katholischen Akademie wurde über das Verständnis von Theologie, Kirche und Spiritualität des alten und neuen Papstes diskutiert. Von großen Gegensätzen in der theologischen und persönlichen Haltung zwischen beiden Päpsten will Voderholzer nichts wissen. (…) Er unterstrich nachdrücklich, dass Benedikt XVI. ein „Konzilspapst“ sei.

 

Volksblatt

22. April 2013 – Die katholische Kirche sollte dem kirchlichen Amt nach Ansicht des katholischen Münchner Dogmatikers Bertram Stubenrauch keine „sakrale Aura“ zuschreiben. Zudem sollte der Papst auf den Titel „Stellvertreter Christi“ verzichten, sagte Stubenrauch bei einem Forum der Katholischen Akademie in Bayern.

 

Straubinger Tagblatt

22. April 2013 – Der vor zwei Monaten zurückgetretene Papst Benedikt XVI. hat nach Einschätzung des Regensburger Diözesanbischofs Prof. Dr. Rudolf Voderholzer erhebliche Probleme mit seiner Gesundheit.

Der Papst habe seinen Rücktritt mit erkennbarer Absicht am 11. Februar erklärt, sagte der Regensburger Bischof bei einer Veranstaltung in München der Katholischen Akademie in Bayern.

 

Katholische Nachrichten-Agentur

22. April 2013 – Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat nach Einschätzung des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer erkennbar erhebliche Probleme mit seiner Gesundheit. Der Papst habe seinen Rücktritt mit Absicht am 11. Februar erklärt, so Voderholzer (…) bei einer Veranstaltung der Katholischen Akademie in Bayern. Dieser Tag sei als katholischer „Welttag der Kranken“ begangenen worden.

 

22. April 2013 – Der Dogmatiker Bertram Stubenrauch befand, Benedikt XVI. habe mit seinem Rücktritt den Kern des Papstamtes freigelegt. Der Papst sei in erster Linie Bischof von Rom, kein Priesterkönig und schon gar kein Zwitterwesen zwischen Himmel und Erde oder ein Miterlöser. Das Amt habe keine „messianische Aura“, eigentlich könnte auch der Titel „Stellvertreter Christi“ auf Erden abgelegt werden.

 

24. April 2013 – Der Münchner Dogmatiker Bertram Stubenrauch hat jüngst auf einer Tagung der Katholischen Akademie in Bayern angeregt, den zum Papstamt gehörenden Titel „Stellvertreter Christi auf Erden“ abzuschaffen. (…) Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) sprach mit dem 52-jährigen Theologen über seinen Vorschlag.

KNA: Herr Professor Stubenrauch, was stört Sie am „Stellvertreter Jesu Christi auf Erden“?

Stubenrauch: Ich halte die Bezeichnung für missverständlich. Viele verwechseln sie mit dem Begriff „Stellvertreter Gottes“. Doch der Papst ist nicht eine Art sichtbarer Gott. Vielmehr ist er Getaufter, Christ, Priester, Bischof – Bischof von Rom. (…) Der Titel müsste interpretiert werden, was aber zu wenig geschieht. Das Interview führte Barbara Just

 

Die Tagespost

25. April 2013 – Ungeachtet aller Kritik ist er ein Magnet: „Der Papst“ lautete am Freitag das Thema des Abends in der Katholischen Akademie in Bayern, und kein Sitzplatz blieb frei. (…)

Dass der klassische Fragenkanon auch im franziskanischen Pontifikat noch nicht abgehakt ist, machte der Münchner Dogmatiker Bertram Stubenrauch deutlich. „Benedikt XVI. ist kein Traditionalist und nie einer gewesen.“ Im Kontext der Einordnung des Rücktritts sprach Stubenrauch vom „kreativen Gehorsam gegenüber der Tradition und dem Papstamt“ (…).

 

Münchner Kirchenzeitung

28. April 2013 – Und was ist vom neuen Mann an der Spitze zu erwarten? Der einst in Mainz Pastoraltheologie lehrende Jesuit Michael Sievernich kennt seinen Mitbruder Bergoglio schon lange. „Politisch, kulturell interessiert“, nennt er ihn und „warmherzig“. Seine Gesten, sei es die Fußwaschung im Jugendgefängnis am Gründonnerstag oder die Bitte an die Menschen um ihr Gebet, „sind Ausdruck dessen, was er lebt“.

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