Presseschau

15. Dezember 2015

Der 13. November in Paris

KNA

10.12.2015 – Der ehemalige Bundeswehrgeneral Klaus Naumann hält im Kampf gegen den so genannten Islamischen Staat (IS) ein „Bündnis auf Zeit“ mit Saudi-Arabien und dem Iran für geboten. Das Vorgehen gegen das „dschihadistische Staatsbildungsprojekt“ bedürfe einer gemeinsamen politischen Strategie, sagte der ehemalige Generalinspektor und Vorsitzende des Nato-Militärausschusses am Mittwochabend in München in der Katholischen Akademie Bayern. Die Anschläge islamistischer Terroristen vom 13. November in Paris bezeichnete der hohe Offizier als Wendepunkt für Deutschlands und Europas Sicherheit.
Naumann sagte, die Finanzströme des IS durch Ölschmuggel und Spenden von Sunniten aus Ländern wie Saudi-Arabien müssten ausgetrocknet werden. Dazu sei es nötig, „mit den Staaten der Region, die wir als unsere Partner betrachten, endlich Klartext zu sprechen“. Der Westen müsse den finanziell involvierten Ländern deutlich sagen: „Wer das tut, leistet Beihilfe zum Mord.“ Saudi-Arabien sei auch mit Blick auf seine florierende Stahlindustrie ein wichtiger Verbündeter. „Wenn die in die Hände des IS gerät, könnte die Karte der Geschichte noch einmal umgedreht werden“, warnte der General. Simon Berninger

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