Presseschau

04. Februar 2011

Demokratie 2.0?

Die Tagespost

8. Februar 2011 - Kommt die Sprache auf Politiker, wird müde abgewinkt: Rosstäuscher und Phrasendrescher. Menschen machen sich neuerdings für Themen stark, bei denen klassische Entscheidungsprozesse und gesetzlich vorgesehene juristische Schritte als ungenügend empfunden werden. Und es sind längst nicht allein die "üblichen" Protestierer, die linken Aktivisten, Berufsdemonstranten und Krawalltouristen, die es auf die Straße treibt. Der Protest hat die brave bürgerliche Mitte erreicht: (...) Man stellt sich die Frage: Entsteht hier tatsächlich eine neue soziale Bewegung, die "neue Protestkultur"? Die Katholische Akademie in München hat zu einem Gesprächsabend über diese Fragen eingeladen. wohin entwickelt sich die repräsentative Demokratie, stellt sich deren Form als mangelhaft heraus? Müssen klassische Parteien abtreten und einer direkteren Einflussnahme des Volkes weichen? (...) Die Erkenntnis des Abends in München lautet, dass die Folgen des Phänomens Demokratie 2.0, das als plötzlich ins politische Leben tretend wahrgenommen wird, in ihren langfristigen Wirkungen noch wenig abzusehen sind. Anna Hofmeister

zurück