Presseschau

15. Dezember 2015

Buddhismus und Christentum - Erlösung

Die Tagespost
05.12.2015 – Das menschliche Leben ist leidvoll und deswegen erlösungsbedürftig. Das war auch das Thema der Veranstaltungsreihe Buddhismus und Christentum am Dienstag in der Katholischen Akademie in München unter dem Thema „Erlösung zwischen Glauben, Erkenntnis und Stellvertretung“. Trotz einiger Ähnlichkeiten wird Erlösung in beiden Religionen ganz unterschiedlich verstanden.
Professor Thomas Ruster, Geschäftsführender Leiter des Instituts für Katholische Theologie der TU Dortmund, übernahm den christlichen Teil des Abends. (…) Die drei Bereiche der Sünde, des Todes und des Teufels führen in der christlichen Wandlung zu Versöhnung, Offenbarung und Erlösung. Diese wird durch Jesus als Hohepriester symbolisiert, die priesterliche Versöhnung führe zu Liebe und Teilhaben der Menschen am heiligen Amt (munus sacerdotale). (…)
Der Buddhismus ist wesentlich eine Immanenzlehre. Insofern sprach die referierende Ayya Agganyani in Bezug auf Erlösung auch von „lösen, loslassen, aufgeben, sich befreien, andere befreien“. (…) Für die Buddhistin ist Erlösung die vom Leiden, also von Trauer, Angst, Sorge und Verzweiflung. Unsere Natur sei leidvoll und sogar Glück und Freude hätten nur kurze Dauer und endeten letztlich im Leiden. Der Weg der vier edlen Wahrheiten, wie Buddha sie genannt hat, führt von der Erkenntnis des Leidens bis zu seiner Überwindung. Alexander Riebel

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