Presseschau

23. November 2012

Buddhas weibliche Seite

Salzburger Nachrichten

27. November 2012 – Frauen gehören im Buddhismus zu den bedeutendsten Lehrerinnen. Aber bekannt geworden sind meist nicht diese Frauen selbst, sondern die männlichen Schüler, die sie unterrichtet haben. Die Schüler haben aus dem, was sie von Frauen gelernt haben, ein System, eine Schule gemacht. Diese Schulen und ihre Begründer sind in die Annalen des Buddhismus eingegangen, ihre Lehrerinnen wurden vergessen.

Das war eine der wesentlichen historischen Erkenntnisse bei einem hochkarätig besetzten Symposium über „Buddhas weibliche Seite“, das am Wochenende in der Katholischen Akademie in Bayern stattgefunden hat. Frappierend deutlich wurde dabei, wie ähnlich die Entwicklungen im Buddhismus und im Christentum verlaufen sind. Josef Bruckmoser

 

Die Tagespost

27. November 2012 – Befreiung im Sinne des Buddhismus haben die zumeist weiblichen Vortragenden in München auch als Befreiung von männlicher Dominanz in den Religionen ausgelegt, wobei das Christentum immer mehr oder weniger deutlich im Hintergrund stand. Die Referenten haben es verstanden, den Buddhismus stark zu machen. (…)

Dass auch Buddha geschlechtslos zu denken ist, das hat die Tagung immer wieder hervorgehoben. Der Zustand der Erleuchtung ist eine Transzendenz oder Absolutheit, die auch übergegensätzlich ist; für Buddhisten gilt, dass Buddha weder Mann noch Frau ist, noch beides nicht. Alexander Riebel

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