Presseschau

26. Mai 2017

Bischof am Kletterseil

Süddeutsche Zeitung

04.05.2017 – „Ich war auch mal ein fanatischer Ministrant“, verrät der Bergsteiger, aber dann habe er die Mädchen doch interessanter gefunden als die Kirche. Warum den geistlichen Weg? Da habe er eben seine Berufung gefunden, sagt Hanke. „Aber das schließt ja nicht aus, dass man auch Klettern gehen kann.“ Und ja, natürlich ziehe er dazu was Gescheites an. Tatsächlich haben die beiden auch im Alltag mit der Disziplin des anderen zu tun. Der Bischof etwa nimmt zu Firmgottesdiensten gerne ein Bergseil mit; Gott nehme sie ans Seil, erzählt er den Jugendlichen dann, auf den könnten sie sich verlassen. Huber dagegen sagt, er sei ein gläubiger Christ, nur ein Kirchgänger, das sei er nicht. (…) Die Berge, das Leben, das sei seine Kirche. Jakob Wetzel


KNA / katholisch.de

11.05.2017 – „Du kletterst ganz lässig, Gregor“, eröffnet Huber das Gespräch mit einem freundlichen Kompliment. „Du übertreibst, Kreisklasse trifft Champions League“, gibt der nur in seiner knappen Freizeit bergsteigende Benediktiner-Bischof bescheiden zurück. Dieser vertrauliche Ton zieht sich durch den weiteren Abend, dabei haben sich die beiden gerade erst persönlich kennengelernt. (…) Zwei Berufene tauschen sich da über eine gemeinsame Leidenschaft aus, die sie bei allen Unterschieden im Lebensweg verbindet: über die Magie der Berge, über Sehnsucht und Scheitern, Ängste und Abschiede. Wenn Thomas Huber in sein nächstes Abenteuer aufbricht, geht er mit seiner Familie in die Kirche und verspricht ihnen, heil zurück zu kommen. „Einen solchen bewussten Abschied sollten wir öfter zelebrieren im Alltag.“ Und er bekennt, dass er sich darüber freut, dass Ordensschwester Theodolinde Mehltretter dann für ihn betet. Christoph Renzikowski


Alpin.de

15.05.2017 – Nach ein paar ersten Gesprächsminuten, die aus aktuellem Anlass dem Tod von Ueli Steck gewidmet werden, nimmt die Diskussion launig Fahrt auf. Obwohl sich Huber und Bischof Hanke an diesem Abend zum ersten Mal gegenüberstehen, begegnen sie einander mit großer Neugierde und Offenheit. Thomas gesteht gleich zu Beginn zwar kein regelmäßiger Kirchgänger, aber sehr wohl gläubiger Christ zu sein. (…) Der 50-jährige Kletterer, der mit Ehefrau Marion und den drei Kindern in Berchtesgaden lebt, spricht es zwar nicht aus, aber man spürt, dass er großen Respekt vor Bischof Hankes Vita hat, der seiner Berufung folgte, den Weg zu Gott einschlug und sich bedingungslos dem Zölibat verschrieb. Johanna Stöckl

Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt

21.05.2017 – Für die Zuhörer im Saal wird schnell klar, dass beide Bergsteiger auf gleicher Wellenlänge sind und ein unterhaltsames, aber auch tiefgehendes Gespräch führen. Das Schlüsselwort für beide heißt „Sehnsucht“. Huber, der auch eine Ausbildung zum Bergführer gemacht hat, genießt es, freier Kletterer zu sein: „Ich gehe nur meiner Sehnsucht nach, das ist ein Lotto-Gewinn, dafür lebe ich. Das ist kein Beruf, sondern Berufung!“ Darauf Hanke: „Da sind wir beisammen. Meine Sehnsucht hat mich auf den geistlichen Weg geführt, aber gerade im Berg werde ich dieser Sehnsucht wieder gewahr, die mich in der Natur zu Gott führt. Denn nach einer Bergtour bin ich ‚froh-gemut’, das setzt Lebensenergie frei.“ Annette Krauß/jh

Passauer Bistumsblatt
28.05.2017 – Mit ihren Bergerfahrungen gehen beide auch missionarisch um. Huber kommt an diesem Abend von einem Motivationsvortrag für „young professionals“, der Bischof nimmt zu seinen Firmpredigten gern ein Seil mit. „Firmung heißt: Gott nimmt Dich ans Seil. Du kannst Dich auf ihn verlassen. So kapieren die jungen Leute, worum es geht beim Heiligen Geist.“ Hat der große Huber-Bua da gerade still genickt? Christoph Renzikowski/kna

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