Presseschau

16. März 2010

Bayern und Italien

Katholische Nachrichtenagentur

Als schlichter, wenn auch schon berühmter Musikus war Christoph Willibald Gluck im Frühjahr 1756 nach Rom gekommen. Als der Komponist die ewige Stadt verließ, tat er das mit stolzgeschwellter Ritterbrust. Papst Benedikt XIV. war von seiner Musik so angetan, dass er den Meister nach der Uraufführung seiner Oper „Antigone“ im Teatro Argentina am 9. Februar mit dem Orden vom Goldenen Sporn auszeichnete – und der Komponist trug von da an den „Ritter“ vor sich her.

Gluck stammte aus Erasbach in der Oberpfalz und gehört in die lange Reihe bayerischer Landsleute, die für kurze oder auch längere Zeit Rom aufsuchten und dort manchmal zu richtigen „bayerischen Römern“ wurden: Künstler, Politiker, Wissenschaftler und Kirchenmänner. Die Katholische Akademie in Bayern widmete ihnen im Rahmen ihrer Historischen Woche „Bayern und Italien“ einen eigenen Abend.
Hans-Georg Becker

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