Presseschau

07. Mai 2010

Wann beginnt personales Leben

Katholische Nachrichtenagentur
8. Mai 2010 – Die drei abrahamitischen Religionen haben allesamt Hochachtung vor dem menschlichen Leben. Das ist das Ergebnis einer Veranstaltung der Katholischen Akademie. Mit dem Thema „Wann beginnt personales Leben?“ hatten sich am 4. Mai in München christliche und jüdische Theologen auseinandergesetzt. Auch die islamische Sicht war vertreten. Unterschiedliche Auffassungen gab es bei den Religionsvertretern allerdings über die Einschätzung, wann menschliches Leben beginnt.

Die Tagespost
7. Mai 2010 – Das Judentum, vertreten durch Tom Kuçera, sieht für Embryonen, die nicht eingepflanzt werden, keine moralische Verpflichtung. Der Rabbiner an der liberalen Synagoge Beth Shalom in München betonte aber den verantwortlichen Umgang mit dem menschlichen Leben, das als heilig betrachtet werde. Durch seinen Vortrag wurde ersichtlich, dass die heute in Israel vorzufindende Praxis stärker von der Interpretation religiöser Texte des Judentums geprägt worden ist als vergleichsweise die europäische Praxis durch den christlichen Glauben. Clemens Mann

Münchner Kirchenzeitung
16. Mai 2010 – Im islamischen Recht, so der Tübinger Wissenschaftler Thomas Eich, gehe man von der „Beseelung am 120. Tag der Schwangerschaft“ aus. Der Münchner Professor für orthodoxe Theologie, Athanasios Vletsis, plädierte dafür, das neue Leben dort beginnen zu lassen, wo es „in Empfang“ genommen wird. Auch Professor Konrad Hilpert, katholischer Moraltheologe aus München, warb dafür, in der Frage nach dem Beginn des personalen Lebens die Beziehung des Embryos zur Mutter einzubeziehen. Andreas Schaller

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