Presseschau

23. September 2010

Arnulf Rainer

Katholische Nachrichtenagentur
23. September 2010 – Sein Markenzeichen sind Übermalungen. Er verändert, verfremdet, löscht mit schroffem Pinselgewirr und macht dabei auch vor christlichen Motiven nicht halt. Christus, Maria, Engel und Kruzifixe bearbeitet er bis zur Unkenntlichkeit. Die Rede ist von Arnulf Rainer, dem bekanntesten österreichischen Künstler der Nachkriegszeit. (…) Bei den 32 in der Katholischen Akademie ausgestellten Exponaten hat Rainers Lebensgefährtin Hannelore Ditz mit Blick auf den Ort eine sorgfältige Auswahl getroffen. Schon lange waren in Deutschland nicht mehr so viele Totenmasken aus dem Werk des Künstlers zu sehen. „Spätestens auf dem Sterbebett“, sagt sie, „besinnt sich jeder seines Glaubens.“ Insofern passen die Bilder gut in einen Raum, an dem über Glaube und Religion nachgedacht wird. Daniela Venner

Sonntagsblatt
4. Oktober 2010 – Seine Übermalungen haben den heute 80-jährigen Österreicher zur Kunstikone der Gegenwart weltweit gemacht. Arnulf Rainers gestische Malerei, die er in den 1950er Jahren entwickelte, ist seither zu seinem Markenzeichen geworden. Was auch immer das eigentliche Anliegen seiner Kunst sein mag – es ist jedenfalls noch nicht allzu lange her, dass der tiefe Graben zwischen moderner Kunst und Religion als unüberwindbar galt. Doch seit den 1980er Jahren richtet Rainer seinen Künstlerblick vermehrt auf Marien- und Engeldarstellungen und er illustrierte Ende der 1990er Jahre für den Weltbildverlag die Bibel. Angelika Irgens-Defregger

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